Am 22. Juli 2026 zahlte Tabcorp eine Strafe in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar an die Australian Communications and Media Authority (ACMA) für Verstöße gegen Spam- und Marketingvorschriften. Die Durchführungsmaßnahme befasst sich mit nicht autorisierten Kommunikationen mit Kunden im gesamten Netzwerk des Betreibers.
Regulatorische Feststellungen
Die Aufsichtsbehörde identifizierte spezifische Compliance-Mängel während ihrer Überprüfung. Tabcorp führte 351 Anrufe an Nummern durch, die im Do Not Call Register eingetragen waren, ohne die Zustimmung der Kunden. Darüber hinaus führte der Betreiber 82 Anrufe außerhalb der erlaubten Zeiten und fast 4.000 Anrufe durch, bei denen die Mitarbeiter sich nicht identifizierten oder den Zweck des Kontakts angaben.
ACMA-Mitglied Samantha Yorke betonte, dass Verbraucher eine klare Entscheidung treffen, wenn sie sich abmelden oder sich für Anrufbeschränkungen registrieren. Die Behörde hob die Notwendigkeit hervor, diese Entscheidungen zu respektieren, angesichts der finanziellen und psychologischen Risiken, die mit Glücksspielmarketing verbunden sind.
Das Ausmaß der Verstöße deutet auf erhebliche Schwächen in den internen Compliance-Systemen des Unternehmens hin.
Die endgültige Strafsumme berücksichtigte mehrere mildigende Faktoren. Die ACMA stellte fest, dass Tabcorp das Verhalten selbst gemeldet hatte, das auf einen Zeitraum von 16 Tagen beschränkt war. Die Verstöße betrafen Kunden, die ihre Zustimmung für einen bestimmten Marketingkanal widerrufen, aber nicht von allen Kommunikationen ausgeschlossen hatten.
Diese Geldstrafe folgt einer Geldstrafe in Höhe von 4 Millionen US-Dollar, die Tabcorp 2025 für ähnliche regulatorische Mängel auferlegt wurde. Im Februar 2026 verhängte die ACMA zudem eine Geldstrafe in Höhe von 158.400 US-Dollar gegen den Betreiber für die Annahme von Online-Wetten auf laufende Sportereignisse. Diese Maßnahmen tragen zu über 12 Millionen US-Dollar an Strafen bei, die Glücksspielunternehmen der Aufsichtsbehörde in den vergangenen 18 Monaten gezahlt haben.